PresseStimmen

Sarah Jil Niklas: Virtuose Symbiose aus Tanz und Malerei

Detaillierte Umsetzung tänzerischer Motive mittels abstrakter Strukturen 
Einzigartige Technik auf effektvollem Material

Energie, Bewegung, Dynamik, Ausdruck - das sind einige fundamentale Gemeinsamkeiten der Künste Tanz und  Malerei. Ist die Faszination für diese erst einmal entfacht, dann lässt einen diese Leidenschaft so schnell nicht wieder los. Und dies ganz gleich, ob man Beobachter und Betrachter oder Ausführender ist. Die beiden Kunstformen besitzen jedoch auch essentielle, divergierende Eigenschaften: Der Tanz ist eine flüchtige, vergängliche Kunst, während die Malerei von einer großen Beständigkeit geprägt ist.

Sarah Jil Niklas vereint nun in ihrem künstlerischen Schaffen mehrere dieser genannten Positionen miteinander. Als Schwerpunktthema für ihre Arbeiten hat sie den klassischen Tanz, das Ballett, gewählt: „Mit meinen Bildern versuche ich die Gefühle und Emotionen, die man beim flüchtigen Tanz erlebt, im Bild festzuhalten, zu verewigen“, erklärt die Künstlerin.

Die gebürtige Dortmunderin absolvierte erfolgreich ein Studium der Malerei und des Grafikdesigns und darüber hinaus ist sie in der, für ihr künstlerisches Schaffen substanziell glücklichen Lage, auch Tänzerin zu sein. Als Tänzerin weiß sie um die exakten Bewegungen, den Ausdruck, die Ausstrahlung und Körperhaltung der Tänzer, als Malerin besitzt sie das geschulte Auge und die Fähigkeit, all dies lebendig und detailgetreu in ihren Bildern umzusetzen.

Sie fängt einen kurzen Moment in einer tänzerischen Bewegung ein, wobei der Betrachter das Gefühl bekommt, dass die dargestellten Figuren aufgrund ihrer perfekten Haltung sofort bereit seien, die nächsten Schritte zu tanzen oder in eine weitere Pose überzugehen.

Doch die Künstlerin geht noch tiefer: Sie möchte die besondere Aura und den Ausdruck tiefer Gefühle der anmutigen Tänzer bildhaft festhalten, die man als Betrachter während einer Ballettaufführung in den leuchtenden Augen der Tänzer sieht, ja deren Ausstrahlung spürbar und erlebbar ist.

Ihre Figuren wirken sehr grazil, elegant und anmutig. Diese Leichtigkeit unterstreicht Sarah Jil Niklas mit dem von ihr meist verwendeten Bildträger: Es handelt sich dabei um feine Stoffbahnen aus Polyesterstoff, auf denen sie in reduzierter Farbigkeit ihren Tänzerinnen und Tänzern Leben einhaucht. Die Art und Weise  der Darstellung entwickelte die Künstlerin selbst, weshalb sie diese mit einem Augenzwinkern auch als „Niklas-Technik“ bezeichnet.

Die Arbeiten auf den halbtransparenten Stoffen entfalten ihre volle Wirkung, wenn sie frei im Raum schweben, denn dann sind sie von beiden Seiten zu betrachten, wie dies das Doppelbild der Ausstellung „légèreté inspirante“ exemplarisch zeigt. Die Werke schwingen und bewegen sich quasi wie Tänzer im Raum.

„Eine neue Dynamik, eine Dimension eröffnet sich. Es handelt sich um bewegte Bilder in Raum und Zeit.“ Somit visualisiert die Künstlerin das Thema der Leichtigkeit des Tanzes auch hinsichtlich des verwendeten Materials.

Die dargestellten Figuren sind im Allgemeinen mit der Künstlerin befreundete Profitänzer, zum Beispiel aus dem Dortmunder Ballett. Das Werk „L‘anima pensante #2“ zeigt unter anderem die Profitänzerin Jelena-Ana Stupar zusammen mit dem Selbstbildnis der Künstlerin Sarah Jil Niklas. 

Bei diesem Werk sind die Figuren eng umschlungen, was ein großes Vertrauen voraussetzt. Durch diese Verbundenheit werden einerseits die Figuren zu einer Einheit, zu einer Seele verschmolzen.
Andererseits ergeben sich für den Betrachter auch immer neue Ansätze, die Komposition vollständig zu entdecken.

Neben ihren tanzenden Figuren, stellt die Künstlerin auch Porträts von Personen aus dem tänzerischen Umfeld dar, wie das Bildnis des in der Volksrepublik China geborenen Choreografen und Ballettdirektors des Theaters in Dortmund, Xin Peng Wang.

Der Künstlerin ist es wichtig, sich mit ihrer Kunst sozial zu engagieren, zum Beispiel auch Nachwuchsförderung zu betreiben, weshalb sie regelmäІig einen Teil des Verkaufserlöses verschiedenen Institutionen spendet.

Die außergewöhnlichen Kompositionen von Sarah Jil Niklas verstehen sich als eine Hommage an den Tanz: „Meine Werke sind Ausdruck der Anerkennung und des Respekts vor einer großartigen Kunst, die extrem anspruchsvoll und leidenschaftlich ist.“

Caroline Messelhäußer, M.A.

ARTPROFIL - Magazin für Kunst, Heft 112, 2015/2016
© SYNTAX. Medienproduktion + Verlag GmbH, 68219 Mannheim, Deutschland,
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Licht trifft Leichtigkeit: Niklas’ besondere Hommage an den Tanz

“LICHT TRIFFT LEICHTIGKEIT” – so heißt die Ausstellung, die von Freitag (8. August) an im Ruhrtalmuseum zu sehen sein wird. Bis zum 31. August stellt die Schwerter Künstlerin Sarah Jil Niklas ihre Bilder von Balletttänzerinnen und -tänzern aus. Es sind nicht irgendwelche Bilder. Gezeigt werden großformatige, auf halbtransparentem Stoff gearbeitete Werke, assoziativ durchdrungen von einer stetig wechselnden Lichtinstallation. Bewegungen, ausgeführt in Bruchteilen von Sekunden, sind festgehalten für die Ewigkeit. Atemberaubend. Anmutig. Grazil. Diese Kunst kann nur entstehen lassen, wer ein geschultes Auge hat. Sarah Jil Niklas hat so ein geschultes Auge. Sie ist Tänzerin und hat zuletzt im Dortmunder Ballettzentrum ausgestellt.

“Kalligrafin der Tanzsprache”

Jetzt hängen ihre überdimensionalen Kunstwerke in der Halle des Ruhrtalmuseums. Es sind Werke voller Transparenz und Leichtigkeit. “Was dem Musiker sein Instrument ist, ist dem Tänzer sein Körper”, sagte Tobias Ehinger im Frühjahr bei der Ausstellungseröffnung in Dortmund. Ehinger ist Manager des Dortmunder Balletts und weiß, wovon er spricht, wenn er sagt, dass Tänzer immer an körperlicher Perfektion arbeiten müssen. In den Arbeiten der “Kalligrafin der Tanzsprache” sei diese Hingabe und Disziplin zu spüren. “Mit meinen Bildern versuche ich die Gefühle und Emotionen, die man beim flüchtigen Tanz erlebt, im Bild festzuhalten, zu verewigen”, sagt die Künstlerin über ihre Arbeit – eine malerische Hommage an ihre große Leidenschaft.

Finissage am 31. August

Auf dünnen Stoffbahnen hat Sarah Jil Niklas mit schwarzer Farbe ihre Kunstwerke entstehen lassen. Die Transparenz des Materials erlaubt eine Betrachtung von beiden Seiten. Sie will damit die Leichtigkeit des Tanzes darstellen – nicht abbildend, sondern kreierend. Sie hat damit Neues und Einzigartiges entstehen lassen. “Ich habe das Glück und die Ehre, dass die Ausstellung auch während des Welttheaters der Straße gezeigt wird”, sagt sie. Davon erhofft sie sich auch eine Belebung der Finissage am 31. August ab 14 Uhr. Dazu wird u.a. Bürgermeister Heinrich Böckelühr erwartet. Herbert Hermes wird über die Kunst der Sarah Jil Niklas sprechen. “Sie ist Audruck der Anerkennung und des Respekts vor einer Kunst, die außerordentlich anspruchsvoll, fordernd und entbehrungsreich ist”, hat er mal in einem Beitrag für die Ruhr Nachrichten geschrieben.Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Museums dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr zu sehen.

Ingo Rous

 
 

 
 

Neue Kunstgalerie im Kaiserstraßenviertel

Galerie G18 hat Samstag geöffnet

Das Kaiserstraßenviertel hat eine neue Kunstgalerie: Der Dortmunder Künstler Mike Mendoza hat am Wochenende bei den Offenen Ateliers an der Düsseldorfer Straße 18 seine Galerie G18 eröffnet.

Auf knapp 200 Quadratmetern zeigt Mendoza großformatige Kunst aus den Bereichen Malerei, Skulpturen, Fotografie, Digital-Art und Licht und Schwarzlicht-Kunst. In den Ausstellungen sind Werke von internationalen Künstlern und dem lokalen Nachwuchs zu sehen.

Mendoza plant zudem, jedes Jahr bis zu drei Kunstwettbewerbe zu veranstalten.

Ausstellungsbesucher betrachten die Arbeiten von Sarah Jil Niklas, die in der neuen Galerie G18 in der Düsseldorfer Straße ausgestellt sind.

RuhrNachrichten

 
 

 
 

légèreté inspirante

Seit je her sind Malerei und Tanz Künste, die eng miteinander verwandt sind. Die Nähe zur Natur, zu den Formen des Lebens, das ­Gefühl, auf einen befreiten Ausdruck hinzuarbeiten, Farben, Linien und Körper zu ihrem ästhetischen Recht ­kommen lassen, beeindruckte Tänzer wie bildende Künstler. Die künstlerische Ästhetik der Antike wurde zum Ausgangspunkt der Entwicklung des Klassischen Tanzes, die Schönheit und Natürlichkeit des Tanzes wiederum inspirierte viele Maler.

Sarah Jil Niklas verkörpert beide Kunstformen in einer Person. Ihre Werke sind gleichermaßen geprägt durch genaues Beobachten und der eigenen körperlichen ­Erfahrung, der jahrelangen Schulung der ­tänzerischen Plastizität.
Sie sieht den Tanz als eine Sprache, die es zu analysieren und zu erforschen gilt. Jedes Bild erscheint wie ein Schriftzeichen des tänzerischen Bewegungsvokabulars. In seiner Präzision strebt es nach der gleichen Vollendung und Perfektion wie die Tanzsprache selbst: Der Virtuosität die durch die spielerische Beherrschung der Technik entsteht.
Für den Tänzer ist der eigene ­Körper sein Instrument, den es in stetiger Schulung zu formen, zu ­perfektionieren und sensibilisieren gilt. Nur so vermag der ­tanzende Künstler die Leichtigkeit und ­Körperbeherrschung zu erlangen, die ihm eine vielschichtige künstlerische ­Ausdruckskraft ­ermöglicht.

Der berühmte Choreograph George Balanchine beschrieb Choreographie­ als bewegte Bilder in Raum und Zeit. Verfolgt man diesen ­Gedanken kommt man zur Rolle der Zeit in der Kunst: Kunst ist wissentliches Setzen einer Aktion. Kunst passiert nicht zufällig, sie wird gesetzt. Es gibt immer ein davor und danach. Zuvor steht die Inspiration, jahrelange ­Vorbereitung und Kreation, zentral liegt der ­Moment der Berührung, ­danach das Wirken und die ­Rezension. Tanz ist schnelllebig. Einer langen ­Ausbildung steht eine kurze Karriere als ­Tänzer gegenüber. Virtuosität im Tanz ­bedingt jahrzehntelanges Feilen und Streben nach der Perfektion des ­Moments, dem kurzen Augenblick der Berührung.
Sarah Jil Niklas fängt diesen flüchtigen Moment der Berührung ein. Konzentriert jahrelanges Streben nach Vollendung und lässt die Sprache des Tanzes in ihren Werken wirken. Sie verbindet das Davor, ihr eigenes langjähriges Training und Erlernen des Tanzes, mit dem Moment der Berührung und gibt dem Tanz ein Danach durch ihre Bilder. In der Reflektion durch Sarah Jil Niklas erhält die Sprache des Tänzers eine neue Dimension: Die Bewegung ist im Moment ihrer Vollendung festgehalten, die Flüchtigkeit der wohl vergänglichsten aller Kunstformen aufgehoben und in seiner ganzen Kraft in einem Bild fokussiert.

Und doch setzt sich die Bewegung in der Gesamtheit ihrer Werke fort. Begreift man das einzelne Bild als Schriftzeichen, so wird aus mehreren Schriftzeichen ein Text, eine Sprache, eine Poesie – eine eigene Choreo-graphie. Eine Choreographie, die je nach Anordnung und Standort des Betrachters ganz neue Formen, Gefühle und Geschichten erzählt. Dieses virtuose Zusammenspiel wird verstärkt durch das von Sarah Jil Niklas gewählte außergewöhnliche Material.

Jede Bewegung im Raum, schon der leichteste Hauch in der Luft verleiht den Werken eine eigene Dynamik und dem Betrachter eröffnet sich eine fortschreitende Choreographie: Bewegte Bilder in Raum und Zeit.

Sarah Jil Niklas ist eine wahre Kalligraphin der Tanzkunst.

Tobias Ehinger
Manager Ballett Dortmund

 
 

 
 

Eine Symbiose von Tanz und Malerei

Kunst und Tanz stehen bereits seit Jahrhunderten zueinander in Beziehung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts inspirierte die Tänzerin Isadora Duncan den Künstler Auguste Rodin zu Studien des bewegten Körpers. Für sein Gemälde „Totentanz der Mary Wigman“ studierte Ernst-Ludwig Kirchner mehrere Tage Wigmans Tanzproben. Oskar Schlemmers Bauhaustänze sind ebenso in die Kunstgeschichte eingegangen wie die körperbetonten Performances von Bruce Nauman.

Sarah Jil Niklas transferiert die Symbiose von Tanz und Malerei nun in die Neuzeit. Die reduzierte Farbigkeit richtet die Aufmerksamkeit ganz auf die Figuren, die im Zentrum der Werke stehen – allesamt Tänzer des klassischen und modernen Balletts. Kein Hintergrund der ablenkt vom Wesen des Bildes, ein Moment in der Bewegung eingefangen – jedoch nie in einer endgültigen Form gefroren. Struktur und formaler Aufbau lassen die Figuren in ständiger Bewegung erscheinen – Muskeln und Sehnen angespannt, bereit zur nächsten perfekten Pose.

Thomas Volkmann
Kunsthalle Südwestfalen

 
 

 
 

Von der Leichtigkeit des Tanzens

Bilder von Tänzern stellt die Schwerter Künstlerin Sarah Jil Niklas im Ballettzentrum Westfalen aus. Es sind Werke voller Transparenz und Leichtigkeit.

„Was dem Musiker sein Instrument ist, ist dem Tänzer sein Körper“, sagte Tobias Ehinger, Manager des Balletts Dortmund, in seiner Einführungsrede. Tänzer müssten immer an körperlicher Perfektion arbeiten. In den Arbeiten der
Künstlerin Sarah Jil Niklas sei diese Disziplin und Hingabe zu sehen und zu spüren.

Er bezeichnete die Künstlerin, die selbst tanzt, als „Kalligrafin der Tanzsprache“. Auf dünnen Stoffbahnenhat Sarah Jil Niklas mit schwarzer Farbe ihre Darstellungen von Tänzern des Dortmunder Ballett-Ensembles angefertigt. „Anders als bei Baumwollstoffen wird die Farbe von Kunststoffgewebe nicht aufgesaugt“, erklärt
Niklas. Die Transparenz der Werke erlaubt eine Betrachtung von beiden Seiten. „Ich wollte die Leichtigkeit des Tanzes darstellen, was sich auch im Titel der Ausstellung widerspiegelt“, sagt Niklas.

Die Technik, mit der Sarah Jil Niklas ihre Werke realisiert hat, lässt beim Arbeiten keine Fehler zu. „Es gibt keine Rückgängig-Taste wie bei Photoshop“, sagt sie. Wichtig sei ihr, etwas Neues, Einzigartiges zu schaffen. Kunst solle nicht abbilden, sondern kreieren. Die ausgestellten Werke sind käuflich zu erwerben, mit dem Erlös wird die Nachwuchsarbeit des Balletts Dortmund unterstützt.

RuhrNachrichten

 
 

 
 

Leichtigkeit des Tanzes

Vernissage im Ballettzentrum

Die Künstlerin Sarah Jil Niklas vereint ihre Leidenschaften Kunst und Tanz in ihren neuen, eigens für die Ausstellung im Ballettzentrum erschaffenen Werken. Sie fängt die Flüchtigkeit des Tanzes ein und ehrt die großeartige Leistung von Tänzern.

Der Titel "légèreté inspirante" steht nicht nur für die Leichtigkeit des Tanzes, er spiegelt auch das Material der Werke wider, die sich auf großen Stoffen präsentieren. Die Schwarz-Weiß-Bilder fokussieren die anmutigen, gleichzeitig kraftvollen Posen und Sprünge von Tänzern.

Die Ausstellung wird von Tobias Ehinger, dem Manager des Balletts am Sonntag, 30. März, um 14 Uhr eröffnet. Die Erste Solistin des Balletts Dortmund, Monica-Fotescu-Uta wird live tanzen. Die Ausstellung kann kostenlos im Ballettzentrum Westfalen besucht werden.

Süd-Anzeiger

 
 

 
 

Sarah Jil Niklas vereint Kunst und Tanz

Sarah Jil Niklas stellt in Dortmund aus.

Ihre Leidenschaften Kunst und Tanz vereint die Künstlerin Sarah Jil Niklas in ihren neuen, eigens für eine Ausstellung im Ballettzentrum Westfalen erschaffenen Werken. Sie wird vom Manager des Balletts Dortmund am Sonntag, 30. März, um 14 Uhr eröffnet.

Der Titel "légèreté inspirante" steht nicht nur für die Leichtigkeit des Tanzes an sich, er spiegelt gleichzeitig auch das Material der Werke wider, die sich auf großen, halbtransparenten Stoffen — leicht beschwingt, wehend, schwebend — präsentieren. Die auf Schwarz und Weiß reduzierten Bilder fokussieren die anmutigen, grazilen, gleichzeitig kraftvollen und energiegeladenen Posen und Sprüunge von Tänzern — wobei sich Sarah Jil Niklas vor allem vom Dortmunder Ensemble inspirieren ließ.

"Meine Werke sind Ausdruck der Anerkennung und des Respekts vor einer großartigen Kunst, die extrem anspruchsvoll und leidenschaftlich ist", so Niklas. Zur Eröffnung tanzt die Erste Solistin des Balletts Dortmund, Monica-Fotescu-Uta. Die ausgestellten Werke sind käuflich zu erwerben. Aus dem Erlös der Bilder wird die Nachwuchsarbeit des Balletts Dortmund unterstützt.

RuhrNachrichten

 
 

 
 

Malen gegen das Vergessen

Sarah Jil Niklas zeigt eine leidenschaftliche Hommage an den Tanz.

Leidenschaft ist das Schlüsselwort für das künstlerische Werk von Sarah Jil Niklas. Ihre Hingabe zum Tanz, Niklas ist selbst semiprofessionelle Tänzerin, inspiriert sie zur Motivwahl ihres Werkes.

Ebenso groß ist ihre Leidenschaft zur Malerei, die ihr als Ausdrucksmedium für die Darstellung des Tanzes als einer höchst leidenschaftlichen Kunstform dient. Die Werke von Niklas stellen eine Hommage an legendäre Größen der internationalen Tanzszene dar, wie Sergei Djagilew, Gründer des Ballets Russes, oder John Neumeier, Ballettintendant der Hamburger Staatsoper. Sie sind Ausdruck der Anerkennung und des Respekts vor einer Kunst, die außerordentlich anspruchsvoll, fordernd und entbehrungsreich ist. Trotzdem währt eine Tanzkarriere vielleicht nur maximal 20 Jahre – wenn es gut läuft.

Niklas begreift ihre Arbeit aber auch als Erinnerungsarbeit, die den Tanz und seine Interpreten vor dem Vergessen schützen soll, ist doch der Tanz eine höchst flüchtige Kunst, die zwar unsere Sinne betört und unsere Seele berührt, aber leider verfliegt wie ein Rausch, verblassen doch die Bilder in der Erinnerung nur zu schnell im Zeitenstrom. Gerade in der kleinformatigen Werkserie, die den Großteil der Ausstellung umfasst, wird die Flüchtigkeit des Tanzes, die Vergänglichkeit von Ruhm und Anerkennung anschaulich. Die Werke dieser Serie umgibt eine fast geheimnisvolle Aura von bruchstückhaften Andeutungen und Informationen zum Leben und Schaffen der abgebildeten Persönlichkeiten. Krustenartig, schichtenförmig und brüchig sind die Farben auf die Leinwände aufgetragen. Diese Werke fordern die Nähe des Betrachters, seinen Erkundungseifer und sein Interesse, aus unterschiedlichen Bildelementen ein interpretatorisches Ganzes zu formen und so dem Porträtierten etwas näher zu kommen.

Wie anders sind doch die großformatigen Arbeiten z.B. von Mikhail Baryshnikov oder der noch jungen Pina Bausch, die den ankommenden Ausstellungsbesucher fast magisch anziehen. Es ist die schiere Präsenz der Porträtierten, sind ihre feierlichen, direkten Blicke, die Strahlkraft und der Glanz ihrer Augen, die eine fast mythische Stimmung erzeugen. Die präsentierten Werke entstanden in einem wahren Arbeitsrausch allesamt erst im letzten Jahr. „Früher habe ich mehr getanzt, heute nehme ich mir zunehmend Zeit für die Malerei“, bekennt Niklas. 

Die umtriebige Künstlerin feilt bereits an neuen Ausstellungsplänen für das Ballettzentrum Westfalen. Dann vielleicht mit einem etwas hoffnungsvolleren Ausstellungstitel als bei ihrer letzten Werkschau in Dortmund. Der Titel lautete nämlich: “Und am Ende wirst du vergessen.“

Herbert Hermes
ehem. Leiter des Kulturbüros der Stadt Schwerte und
Begründer und künstlerischer Leiter des Tanztheater.Schwerte

 
 

 
 

Ausstellung mit Werken von Sarah Jil Niklas

Ihre Werke sieht Niklas als Hommage an legendäre international verehrte Tänzerinnen und Tänzer. Aus dem Tanz schöpft sie die Motivation zu ihren Motivwelten, tanzt sie doch selbst "Spitze" und weiß, wie leidenschaftlich dieser Sport in seiner Kunstform ausgeübt wird. Diese Leidenschaft zeigt sich in ihren Werken, die sie erhalten, an die sie erinnern möchte.

Tanz ist eine flüchtige Kunst, die sie ausübenden Tänzer und Tänzerinnen geraten nach dem Ende ihrer Karriere schnell in Vergessenheit. Roland Petit, Vaslav Nijinsky, John Neumeier, Pina Bausch, Glen Tetley und Dore Hoyer sind einige internationale Tänzer und Tänzerinnen und spätere Tanzchoreografen, deren Vita Sarah Jil Niklas in die Werke zeichnerisch mit verschiedenen Zeichenstiften, wie Kreide oder Tusche, fragmentartig einbringt. Tanzgeschichtliche Motive und Tanznotationen fließen in ihre teilweise abstrakten Werke ein. Schichtenförmig verarbeitet die in Dortmund geborene Künstlerin Acryl-, Ölfarbe, Lack und Spachtelmasse und schafft somit einzigartige Bilder, die melancholisch wirken, für Niklas die gefühlvollste Form der Darstellung. Die zunächst negativ, düster wirkende Atmosphäre symbolisiert die Vergänglichkeit von Ruhm und Anerkennung, zeigt aber zunehmend die faszinierende Art Erinnerungen zu beleben und zu erhalten.

Sarah Jil Niklas lebt und arbeitet in Schwerte mit einem eigenen Atelier und hat neben ihrer Leidenschaft zur Malerei auch Bücher verfasst, die sich mit Tanz-Themen beschäftigen.

Sabine Holzhausen
Stadt Schwerte

 
 

 
 

Hommage mit dem Pinsel

Sarah Jil Niklas liebt das Tanzen und vereint es mit der Kunst.

Ein Blick hinter die Kulissen der Ateliers der Schwerter Künstler

Wie lebt und arbeitet es sich in Schwerte? Diese Frage stellen wir den jungen und älteren Künstlern der Ruhrstadt. In unserer Serie "Zu Besuch im Atelier" werfen wir einen Blick hinter die Kulissen. Neben biografischen Besonderheiten jedes Künstlers stehen auch grundlegende Entwicklungen und die Schwerter Kulturlandschaft als Ganzes im Mittelpunkt. Im neunten Teil der Serie öffnet Sarah Jil Niklas ihr Atelier.

Zwei Leidenschaften verbinden sich im künstlerischen Schaffen von Sarah Jil Niklas: Tanz und Malerei. Der Tanz ist die flüchtigste aller Künste. Die Zeit geht nicht nur über die Karrieren der Tänzerinnen und Tänzer schnell hinweg, auch ihre Namen sind oftmals nur noch Kennern der Szene bekannt.


„Und am Ende wirst du vergessen“ – mit diesem wehmutsvollen Titel ist die jüngste Ausstellung von Sarah Jil Niklas im e-port-dortmund umschrieben, die auf wundervolle Weise Tanz und Malerei vereint.

Renommierte Interpreten wie die anmutige Pawlowa als Odette in Tschaikowskis Schwanensee, Sergei Djagilew, legendärer Gründer des Ballets Russes, oder John Neumeier, Ballettintendant der Hamburger Staatsoper, finden sich auf den zahlreichen Ausstellungswerken.

Obgleich in manchen Bildern die schwungvolle Pinselführung mit der Dynamik des Tanzes korrespondiert, erscheinen die kraftvollen, pulsierenden Farblandschaften wie eine Patina, die die Tänzerinnen und Tänzer schützend und respektvoll umgibt.

Auf den meisten Bildern geben die aufbrechenden Farbschichten zudem das Abbild der Tänzerinnen und Tänzer nur zögerlich preis. Texte zu ihrem künstlerischen Schaffen erscheinen nur fragmentarisch, so als wären es behütete Geheimnisse. Auch die stempelartigen Aufdrucke in lateinischer Sprache und Aphorismen zur Kunst und zum Tanz sind teilweise von Farbschichten verdeckt. Sie regen den Betrachter auf suggestive Weise zur näheren Erkundung des Bildraums an, in dem die Tanzinterpreten stets das dramatische Zentrum des Bildes verkörpern.

Einige Werke der Ausstellung gefallen mit verhaltener, fast monochromer, heller Farbigkeit. Schließlich finden sich noch einige jugendlich und heiter erstrahlende Aquarelle mit Motiven von raumgreifenden, dynamischen, tänzerischen Körpern. Sie bilden einen spannungsvollen Kontrast zum Gros der anderen Arbeiten.

"Mit meinen Bildern versuche ich die Gefühle und Emotionen, die man beim flüchtigen Tanz erlebt, im Bild festzuhalten, zu verewigen", so Niklas zu ihrer malerischen Hommage an den Tanz.

Erst vor einem Jahr hat Sarah Jil Niklas ihr Atelier im Eisenbahnausbesserungswerk (EAW) gemeinsam mit ihrem gleichfalls künstlerisch tätigen Vater bezogen. Sie schätzt die Nähe zur Galerie KUNSTschiene und zu den Künstlerinnen in den benachbarten Atelierräumen.

In den nächsten Tagen kommt Bürgermeister Böckelühr zu Niklas ins EAW. Sein Besuch gilt der Jungunternehmerin, die neben ihrem Atelier als freie Künstlerin hier auch eine Werbeagentur betreibt.

„Selber zu tanzen, dafür bleibt mir daher leider oft nicht mehr genügend Zeit“, klagt Niklas. Wie anders könnten denn auch die neuen Kunstwerke entstehen, die bereits ab dem 25. Oktober in der Galerie Torfhaus im Westfalenpark parallel zur Ausstellung im e-port zu sehen sein werden.

Herbert Hermes / RuhrNachrichten
ehem. Leiter des Kulturbüros der Stadt Schwerte und
Begründer und künstlerischer Leiter des Tanztheater.Schwerte

 
 

 
 

Flüchtige Kunst im Bild gebannt

Sarah Jil Niklas stellt 40 Arbeiten zum Thema Ballett aus.

Sarah Jil Niklas ist fasziniert von der Anmut und gleichzeitigen Kontrolle professioneller Balletttänzer. Die flüchtige Kunst des Tanzens hält sie deshalb in ihren Bildern fest. 

"Und am Ende wirst du vergessen" heißt ihre Ausstellung, die die Tänzer und Choreographen vor dem Vergessen bewahren soll. Ihre Acrylbilder zeigen die gestreckten Gesten der Tänzer; aber auch Porträts kombiniert mit Informationen aus deren Vita. "Für die Ausstellung habe ich im Tanzarchiv Köln recherchiert", erzählt Sarah Jil Niklas. "Ich habe Lebensdaten und Notationen der Choreographien zusammengetragen. Sie fließen auch in meine Bilder ein, sind aber oft kaum noch zu lesen, da ich sie stark in das Bild integriere", erzählt die gebürtige Dortmunderin.

Ebenfalls zur Vorbereitung auf die Ausstellung hat die Künstlerin einen Workshop von Ballerina Monica Fotescu-Uta besucht und Körperstudien betrieben. "Das, was die Tänzer leisten, ist für mich großartige Kunst. Die Kontrolle des Körpers, die langgestreckten Gliedmaßen - alles für den Augenblick.". Neben zahlreichen kleineren Ausstellungen, zeigte sie Arbeiten zum Thema Tanz schon in zwei Ausstellungen im Theater Dortmund. Ihre Einzelausstellung im E-Port mit über 40 Werken ist bisher die größte.

Maike Rellecke / Westfälische Rundschau

 
 

 
 

"Eins + Sechs" zeigt spannungsreiche Kunst

Der Künstler schlüpft in die Rolle des Galeristen: Nuri Irak öffnet heute sein Atelier für eine Gemeinschaftsausstellung "Eins + Sechs". Der Titel lässt Spielmöglichkeiten zu: ein Gastgeber und sechs Gäste, ein Bildhauer und sechs Bildende … "Ich möchte meine Räume nicht nur als stille Werkräume nutzen, sondern für andere öffnen", erzählt Nuri Irak. "Man lebt als Künstler auch vom Austausch mit anderen. Das bereichert und bringt weiter."


Betritt man das Atelier in der Passage am Hüttenplatz fällt der Blick auf Metall. Unverkennbar hängt hier Bernhard Paura. Gerade zu Haspe mit der Vergangenheit einer Stahlhütte, die ihr Gold über den Stadtteil verteilte und über dem der Qualm lagerte, passt Paula. Er schichtet Bleche übereinander, bürstet die rostige Oberfläche, bis sie Schattierungen erhält - und schafft so Bilder, die an Industrie und geordnete Stadtlandschaften erinnern.


Dazu gesellt sich das Ehepaar Barbara Wolff und Karl-Friedrich Fritzsche. Sie ist vertreten mit Betrachtungen von Felsenlandschaften, die zwischen sanften Braun- und Grau-Blautönen wechseln. Er formt Holz zu vegetativen und figurativen Formen. In einer gemeinsamen Arbeit haben beide über einen Holzschnitt bearbeitete Papierausrisse geschichtet.


Wer weiter durch das Atelier schlendert, sieht Arbeiten des Gastgebers selbst. Nuri Irak hat viele kleine Werke, die sich spannungsreich gegeneinander spiegeln, gehängt. Abstrakt bleiben sie alle, manche gleiten ins kalligraphische, andere explodieren förmlich in ihrer Farbigkeit.


Dagegen wirkt Christine Laprell umso lichter und leichter. Sie sammelt Fundstücke und verteilt sie scheinbar vorsichtig auf Papier. Ordnet sie zu Collagen, unterstreicht das Flüchtige durch einzelne Pinselstriche oder Linien. So lässt sie Betrachter an ihrem Alltag teilhaben: Oft verarbeitet sie Fundstücke aus Urlauben in Frankreich oder anderen Orten, an denen sie sich aufhält.


Einblick in ihr Leben gibt auch Sarah Jil Niklas aus Dortmund. Sie stellt ihre Leidenschaft für den Tanz in den Mittelpunkt ihrer Malerei. Immer wieder bringt sie Tanzposen, Bewegungsabläufe auf die Leinwand. Nur sparsam geht sie dabei mit Farbe um, wie um nicht abzulenken vom körperlichen Ausdruck.


Im Gegensatz dazu muss man die Kästchen und Stücke entdecken, mit denen sich die Mendenerin Sonja Heller vorstellt. Sie beschreibt ihre Kunst als "visuelle Poesie" Basierend auf Fotos, die sie bis zur Abstraktion verändert, legt sie Texte übereinander, dreht Wortspiele zu Schneckenhäusern, steckt alles hinter Kunststoff. Ihre Werke zwingen förmlich dazu, verschiedene Positionen einzunehmen, bis man sie durchdringen kann. Die Texte schreibt Heller in der Regel selbst. Nur manchmal leiht sie sich die Worte bei Philosophen oder Schriftstellern.

Anja Wetter / Westfälische Rundschau